Richtige und falsche Vorsorge

 

Eine große Anzahl lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Darmkrebs müsste nicht sein. Ebenso chronische, die Lebensqualität einschränkende Erkrankungen, wie Diabetes, Demenz oder Osteoporose können vermieden und/oder sehr stark hinausgezögert werden.

Nachfolgend möchten wir Ihnen anhand einiger Beispiele einen kurzen Überblick geben:

  • Über die dramatische und unnötige Häufigkeit dieser Erkrankungen.
  • Über unsere Möglichkeiten sie zu vermeiden - und Ihnen zu zeigen, dass Sie nicht auf Beschwerden warten sollten.
  • Und worauf Sie bei der Wahl der richtigen Vorsorge und Prävention achten sollten. Viele Maßnahmen sind durchaus geeignet, benötigen aber in der Vorsorge und Prävention eine andere Gewichtung. Normalwerte beschreiben den „normalen Verschleiß“ und sind für die Prävention ungeeignet! Viele Untersuchungen machen in der Vorsorge und Prävention nur dann Sinn, wenn verändernde/optimierende Präventionsmaßnahmen folgen.

 

 

Herzinfarkt

Ca. ½ Million Herzinfarkte jährlich in Deutschland. Ungefähr 35% davon sterben vor Erreichen des Krankenhauses. Lebensqualität und Leistungsfähigkeit nach überlebtem Herzinfarkt sind meistens erheblich eingeschränkt – je nach Ausmaß der Zerstörung des Herzmuskels.

Schlaganfall

Alle 3 Minuten ereignet sich ein Schlaganfall in Deutschland. Alle 9 Minuten endet einer tödlich. Täglich sterben in Deutschland 181 Menschen an den Folgen. Im Überlebensfall sinkt die Lebensqualität oft drastisch. Lähmungen, Sprachverluste und Wesensveränderungen sind nicht selten die Folge.

Herzinfarkt- und Schlaganfallvorsorge

Was ist Ihr Ziel?
Den Herzinfarkt oder Schlaganfall überleben oder vermeiden?

Auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben …
Die erste Beschwerde eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts ist dieser häufig selbst. Gerade in der langen, beschwerdefreien Vorphase könnten bei gezieltem Vorgehen die besten Ergebnisse erreicht werden.

Wir setzen deutlich früher an.
So können über 90% aller Herzinfarkte/Schlaganfälle verhindert werden.

Durch unsere strukturierte und spezielle Vorsorgediagnostik, sowie gezielt umgesetzte Präventionsmaßnahmen kümmern wir uns um den maximalen Schutz vor einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Das bedeutet, dass wir bereits Vorboten, die Jahre bis Jahrzehnte im Körper sichtbar sind, eine Relevanz geben. Zum Beispiel bestehen sog. weiche Plaques (Fettablagerungen in den Gefäßen) teilweise Jahrzehnte vor dem Schlaganfall oder Herzinfarkt, machen allerdings keinerlei Beschwerden. In diesem Stadium sind sie jedoch noch gut behandelbar und können teilweise sogar komplett wieder aus den Gefäßen entfernt werden.
Anschließend gezielt und individuell eingesetzte aktive Präventionsmaßnahmen, die Ihre Werte und somit ihren Zustand positiv verändern, geben Ihnen den maximalen präventiven Schutz. So können Gefäße vor weiteren Ablagerungen geschützt und Ihre Lebensqualität bis ins hohe Alter gesichert werden.
Von dem Zustand Ihrer Gefäße sind auch viele andere Erkrankungen wie Altersdemenz, Morbus Parkinson, Schaufensterkrankheit, Nierenerkrankungen, Diabetes Mellitus sowie Ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit abhängig.

Darauf sollten Sie bei der Wahl der richtigen Vorsorgemaßnahmen achten!
„Halbe Sachen“ in der Vorsorge sind gefährlich.

Folgende Untersuchungen und Normwertgewichtungen reichen bei Weitem nicht aus, um einen echten, dauerhaften Schutz für Ihre Gefäße liefern zu können.

Halsschlagader-Ultraschall (Carotis-Screening)
Normalerweise wird die Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob bereits eine "relevante Stenose“ vorliegt. Die alleinige Diagnose bzw. Feststellung der Dicke oder des Ausmaßes der Ablagerungen stellen keine Vorsorge dar. Die Untersuchung ist dann sinnvoll, wenn individuelle Risikofaktoren, die dazu geführt haben, aktiv verbessert werden, um das Risiko zu minimieren und präventiven Schutz zu gewährleisten (z.B. Blutdruck, Blutfette, Gewicht, Fettanteil u.v.m.).

EKG/Belastungs-EKG
Das EKG ist eine einfache, schnell durchführbare und gut etablierte Methode zur Beurteilung vieler Herzerkrankungen. Sie ist aber für die Vorsorge und Prävention alleine vollkommen unzureichend, da EKG und Belastungs-EKG wenn überhaupt erst dann anschlagen, wenn Herzkranzgefäße bereits hochgradig verschlossen sind.

Gesamtcholesterin
Der Gesamtcholesterinwert alleine ist für die Vorsorge und Prävention vollkommen ungeeignet. Er beinhaltet den „guten“ HDL-Wert und den „schlechten“ LDL-Wert. Ein normaler Gesamtcholesterinwert  (<200) kann z.B. bedeuten, dass der HDL-Wert bei unter 30 und der LDL-Wert bei über 170. Diese Konstellation ist hochgefährlich und wird bei alleiniger Untersuchung des Gesamtcholesterinwertes übersehen. Es müssen also HDL und LDL Wert bestimmt und diese dann aktiv optimiert werden. Ein guter HDL Wert kann einen schlechten LDL Wert ausgleichen.

Blutdruck
In der Regel wird ein Blutdruck von 140 zu 90 noch als „normal“ akzeptiert. Selbst ein Blutdruck von 120 zu 80 führt bei ca. 100.000 Schlägen pro Tag über Jahrzehnte zu einem unnötig hohen Gefäßverschleiß und begünstigt eine zunehmende Gefäßsteifigkeit mit einem erhöhten Risiko von Ablagerungen. Ziel einer optimalen Prävention ist es, den Blutdruck soweit wie möglich zu senken – und dies mit möglichst wenig, bzw. komplett ohne Medikamente.

Darmkrebs

Zweithäufigste Krebsart bei Frauen und Männern. Jährlich ca. 73.000 Neuerkrankungen in Deutschland. Ca. 30.000 pro Jahr sterben daran. Neben Lebens- und Ernährungsgewohnheiten tragen auch genetische Faktoren zur Entstehung bei. Darmkrebs entsteht nicht selten bereits vor dem 30. Lebensjahr.

Darmkrebsvorsorge

Was ist Ihr Ziel?
Den Darmkrebs überleben oder vermeiden?

Auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben…
Im Frühstadium macht ein Darmkrebs fast nie Beschwerden. Erste Beschwerden bedeuten häufig ein Spätstadium.

Wir setzen deutlich früher an.
So können fast 100% aller Darmkrebserkrankungen verhindert werden.

Darmspiegelung (Koloskopie)
Die Darmspiegelung gilt als beste Methode der Darmkrebsvorsorge. Wichtig ist zu erwähnen, dass Sie von der Untersuchung nichts mitbekommen müssen, wenn Sie in Teilnarkose durchgeführt wird.
Über ein Endoskop, an dessen Ende eine Minikamera angebracht ist, kann der komplette Dickdarm untersucht werden. Etwaig auftretende Polypen können sofort entfernt (Polypektomie) und histologisch untersucht werden.
Da Polypen, die eine Vorstufe eines Darmkrebses darstellen, nur sehr langsam wachsen ist eine Darmspiegelung im Abstand von 5 Jahren eine sehr sichere Vorsorgemethode. Bei Einhaltung dieses Zeitrasters und zusätzlicher, gezielter Präventionsmaßnahmen ist ein Darmkrebs nahezu immer vermeidbar. Im Falle eines erhöhten Risikos muss dieses Zeitraster individuell verkürzt werden.

Bewegung, Ernährung und Lebensstil
Zahlreiche Studien belegen, dass die Entstehung von Darmkrebs sehr stark mit Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zusammenhängt. So helfen gesunde Ernährung und ein ebensolcher Lebensstil Darmkrebs zu verhindern. Die typisch westliche Ernährungsweise, die viele Kohlenhydrate und wenig Obst und Gemüse vorsieht, begünstigt die Entstehung eines Darmkrebses. Gleichermaßen wirken Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum und Rauchen. Laut Expertenschätzungen lässt sich das Auftreten von Darmkrebs alleine durch ein gesünderes Leben halbieren. Wie Untersuchungen zeigten, regt sportliche Betätigung auch den Darm zu Bewegung an. Dies mindert wiederum die Gefahr der Entstehung eines Darmkrebses.
Nicht zuletzt deshalb folgt unserer Vorsorgediagnostik die aktive Prävention mit gezielten Bewegungs- und Trainingsplänen, sowie Ernährungsunterstützung.

Darauf sollten Sie bei der Wahl der richtigen Vorsorgemaßnahmen achten!
„Halbe Sachen“ in der Vorsorge sind gefährlich.


Stuhltests sind keine echte Vorsorge.

Test auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl
Die Standardvorsorge der Krankenkassen bietet einen Test auf Blut im Stuhl zur Früherkennung von Darmkrebs an. Beim Auftreten von Blut im Stuhl muss als Ursache nicht zwingend ein Darmkrebs zugrunde liegen. Blut im Stuhl kann ebenso durch harmlose Ereignisse wie Schleimhauteinrisse in der Darmwand oder auch durch eine Hämorrhoide verursacht sein. Resultiert Blut im Stuhl jedoch aufgrund eines Tumors, so ist dieser meist so groß und so tief in die Darmschleimhaut eingewachsen, dass bereits Darmgefäße erreicht wurden und diese zu bluten beginnen. Im besten Fall ist der Tumor noch operabel. Es handelt sich hier nicht um echte Vorsorge, sondern bestenfalls um Früherkennung.

Fäkaler Immunchemie-Test (FIT)
Neuere Tests wie der FIT-Test oder ein Stuhl-DNA-Test aus den USA (in Deutschland noch nicht zugelassen) können Karzinome mit 73,8%, bzw. 92,3 % (DANN-Test) entdecken. Dann ist aber der Krebs bereits da!! Es kann folgen: Operation, künstlicher Darmausgang, Bestrahlung, Chemotherapie.
Diese Tests sind für das sichere Entdecken von Krebsvorstufen mit maximal 25% beim FIT Test und ca. 42% beim DNA Test in der Vorsorge ungeeignet und sogar gefährlich, da sich die Untersuchten in Sicherheit wiegen und die einzig sichere Vorsorgemaßnahme, die Darmspiegelung, gegebenenfalls unterlassen.

Virtuelle Darmspiegelung
Dieses Verfahren wird mittels MRT (Kernspin) oder CT (Computertomographie) durchgeführt und erlaubt so eine nicht-invasive, also eine „nicht in den Körper eindringende“ Untersuchung.
Diese Verfahren haben klare Nachteile. Die Computertomographie wird mittels nicht unerheblicher Röntgenstrahlung durchgeführt und eignet sich daher nicht als Screening- bzw. als Vorsorgemethode. Oft werden bei diesen Verfahren kleinere oder flache Polypen übersehen. Auch eine Beurteilung der Schleimhaut ist hier nicht gegeben. So kann auch keine spezifische Diagnostik von entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn) erfolgen. Wird bei der virtuellen Koloskopie ein Polyp entdeckt, muss dieser im zweiten Schritt trotzdem durch eine herkömmliche Darmspiegelung entfernt werden.

Diabetes Typ 2

… und Metabolisches Syndrom. Es gibt bereits über 10 Mio. Typ 2 Diabetiker in Deutschland. Ca. 20 Mio. Menschen haben das Metabolische Syndrom, eine Vorstufe von Diabetes Typ 2. Erkrankungszahlen steigen dramatisch an, führen zu zahlreichen Folgeerkrankungen. Konkret: Stark erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Demenz. Organschäden, Erblindung oder Amputationen sind oft die Folge. Betroffene sind meist stark übergewichtig oder haben Probleme, ihr Gewicht zu kontrollieren.

Diabetesvorsorge

Was ist Ihr Ziel?
Diabetes Typ 2 dauerhaft behandeln und behalten oder die Ursachen zu beheben und ihn zu heilen?

Auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben…
Meist bleibt der Diabetes über viele Jahre hinweg unentdeckt, da er selbst nur wenige oder gar keine Beschwerden macht. Der Diabetes Mellitus fällt häufig erst durch Folgeerkrankungen bzw. Organschäden auf. Beim Metabolischen Syndrom sind im Unterschied zum Diabetes Mellitus die Blutzuckerwerte noch normal. Dennoch entwickeln sich auch bei dieser Vorstufe von Diabetes bereits Schäden an Gefäßen und Organsystemen. Neben dem gesundheitlichen Risiko sind der Diabetes und das Metabolische Syndrom ein Problem für die Betroffenen im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Ästhetik.

Wir setzen deutlich früher an.
So können über 90% aller Fälle von Diabetes Typ 2 und Metabolischem Syndrom verhindert und sogar geheilt werden.

Sowohl bei der Vermeidung als auch der Heilung eines Diabetes Typ 2 oder dessen Vorstufe ist ein Zusammenspiel gezielter Vorsorgediagnostik als auch aktiver Präventionsmaßnahmen wichtig. Werte wie Nüchterninsulin, C-Peptide (Insulin-Eigenproduktion), HbA1c (Langzeitzucker), sowie gezielte Bewegung und Ernährung spielen eine große Rolle. Bei einem bestehenden Typ 2 Diabetes kann durch die Stoffwechseloptimierung fast immer auf eine Insulintherapie verzichtet, bzw. eine bestehende Insulintherapie zurückgeführt werden. Ihre persönliche Lebensqualität wird stark und nachhaltig verbessert. Nebenbei werden unnötige Folgekosten für die Krankenversicherungen und immense Schäden für die Volkswirtschaft (Arbeitsausfall) vermieden.

Darauf sollten Sie bei der Wahl der richtigen Vorsorgemaßnahmen achten!
„Halbe Sachen“ in der Vorsorge sind gefährlich.

Blutzucker
Unser Blutzuckerspiegel (Glukose im Blut) ist nur eine Momentaufnahme. Der Blutglukosespiegel alleine ist ungeeignet in der Vorsorge und Prävention, da schwer kranke, insulinpflichtige Diabetiker sowohl zu hohe, zu niedrige und auch normale Werte aufweisen. Hier sind zusätzliche Werte wie Nüchterninsulin, C-Peptide (Insulin-Eigenproduktion) und HbA1c (Langzeitzucker) von hoher Bedeutung. Diabetiker können sowohl zu viel, als auch zu wenig Insulin haben.

HbA1c (Langzeitzucker)
Der Langzeitzuckerwert liefert wichtige Informationen zur Stoffwechsellage eines Diabetikers. Allerdings ist er als alleiniges Instrument für die medikamentöse Einstellung von Diabetes ungeeignet, da sich hinter ihm auch stark schwankende Zuckerwerte mit Unterzucker (Hypoglykämie) und Überzucker (Hyperglykämie) verbergen können. Gefährlich wird es, wenn der HbA1c-Wert mit Insulin heruntergespritzt wird, da dann die verbesserten HbA1c Werte häufig mit gefährlichen Unterzuckerungen erkauft werden.

BMI (Body-Mass-Index)
Der BMI alleine reicht für die Einschätzung einer optimalen Zusammensetzung der Körpermassen (Fett-Muskel-Wasser) nicht aus und kann als vereinfachtes Instrument nur Zusatzinformationen liefern.

Gesamtcholesterin (siehe bei Herzinfarkt/Schlaganfall)

Blutdruck (siehe bei Herzinfarkt/Schlaganfall)

 

In Kürze folgen weitere Informationen zu Demenz, Osteoporose, Aneurysmen etc …